Die Doktorarbeit Do elite splits stabilise autocratic regimes? Case studies of Serbia and Montenegro von Claudia Laštro, Postdoktorandin am Zentrum für Südosteuropastudien/Graz School of Interdisciplinary Transnational Studies, wurde in den vergangenen Monaten mit vier Dissertationspreisen ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt ein aus der Dissertation hervorgegangenes Paper den Doctoral Paper Award in der Balkan Section der ASN World Convention 2025 an der Columbia University in New York.
Die Arbeit wurde mit dem Danubius Young Scientist Award des Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa und des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung, dem Best-of-REWI Award der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der KFU Graz, dem Dissertationspreis der Südosteuropa-Gesellschaft und der Fritz-und-Helga-Exner-Stiftung, sowie dem Josef-Krainer-Förderpreis des Steirischen Gedenkwerks ausgezeichnet.
Die Doktorarbeit von Claudia Laštro legt eine neue theoretische Perspektive auf Elitenspaltungen in autoritären Regimen vor, die sie als strategic coalition realignment konzeptualisiert. Im Gegensatz zu gängigen Forschungsmeinungen, die Spaltungen in der Führungsriege autoritärer Regime als Zeichen von Krisen oder Vorboten von Regimezerfall deuten, zeigt Laštros Arbeit, dass manche Elitenspaltungen eine strategische Neuorganisation autoritärer Koalitionen einleiten können, die deren Anpassungsfähigkeit und damit deren Stabilität erhöhen.
Die mehrfachen Auszeichnungen unterstreichen die Relevanz von Laštros Ansatz für die Forschung zu autoritärer Resilienz und Koalitionsbildung.